Entweder du handelst – oder nicht: Warum Warten nichts verändert
- Rosalia Morris

- 22. März 2025
- 2 Min. Lesezeit
Zwischen Wollen und Tun
Wir alle kennen diese Momente: Wir nehmen uns etwas vor, sei es regelmäßiger Sport, eine gesündere Ernährung oder ein kreatives Projekt. Doch dann vergeht ein Tag, eine Woche, ein Monat – und wir haben nichts geändert. Stattdessen wächst das schlechte Gewissen. Der innere Dialog beginnt: „Ich sollte eigentlich…“, „Morgen fange ich an…“, „Wenn ich erst mehr Zeit habe…“. Doch das Problem ist: Warten verändert nichts.
Der Stoiker Seneca sagte einmal:
„Während wir auf das Leben warten, vergeht es.“
In diesem Satz steckt eine unbequeme Wahrheit: Wenn du etwas verändern willst, gibt es nur zwei Möglichkeiten – du handelst, oder du tust es nicht. Dazwischen gibt es nichts.
Warum wir oft nicht ins Handeln kommen

Häufig glauben wir, dass wir auf den „perfekten Moment“ warten müssten – auf mehr Zeit, mehr Energie, bessere Umstände. Doch dieser Moment kommt selten von allein. Unser Gehirn ist darauf programmiert, kurzfristige Bequemlichkeit über langfristige Erfolge zu stellen. Es schützt uns vor Anstrengung, weil jede Veränderung Energie kostet.
Aber hier ist die Wahrheit: Der Anfang ist immer schwer. Nicht, weil die Aufgabe selbst schwierig ist, sondern weil wir aus unserer gewohnten Komfortzone ausbrechen müssen. Sobald du aber einmal ins Tun kommst, wird es leichter – nicht, weil sich plötzlich alles verändert, sondern weil du selbst die Veränderung bist.
Die stoische Perspektive: Kontrolle über dein Handeln

Der Stoizismus lehrt uns, dass wir nicht über alles Macht haben – aber über unsere Entscheidungen schon.
Du hast die Kontrolle über dein Handeln. Niemand außer dir kann entscheiden, ob du heute trainierst oder nicht, ob du dieses Buch liest oder nicht, ob du dich um dein Wohlbefinden kümmerst oder nicht.
Emotionen sind keine Hindernisse – sondern Prüfungen. Du hast keine Lust? Perfekt, genau das ist die Gelegenheit, deine Willenskraft zu stärken. Je öfter du handelst, obwohl du keine Motivation spürst, desto stärker wird deine Selbstdisziplin.
Der beste Zeitpunkt ist jetzt. Es gibt keine magische Zukunft, in der du plötzlich mehr Energie oder bessere Umstände hast. Es gibt nur diesen Moment.
Wie du ins Handeln kommst – ohne auf Motivation zu warten

Setze eine Mini-Hürde – Starte mit dem kleinsten möglichen Schritt. Statt zu sagen „Ich muss 30 Minuten Sport machen“, sag dir: „Ich ziehe meine Sportkleidung an.“ Oft folgt der Rest von selbst.
Verpflichtung statt Entscheidung – Wer jedes Mal neu entscheidet, ob er etwas tut, wird es oft nicht tun. Setze dir eine klare Regel: „Ich trainiere jeden Montag und Donnerstag – egal wie ich mich fühle.“
Lass Emotionen da sein, aber nicht bestimmen – Du musst keine Lust haben, um zu handeln. Du musst nur handeln.
Handle, bevor du denkst – Anstatt eine Handlung mental zu diskutieren, zähle von 5 runter und tu es einfach. Dein Gehirn wird dich immer wieder überreden wollen, es nicht zu tun – also gib ihm keine Chance.
Entweder du handelst – oder nicht
Es gibt kein Dazwischen. Warten auf den perfekten Moment hält dich gefangen. Jedes Mal, wenn du dich entscheidest, nicht zu handeln, stärkst du die Gewohnheit des Stillstands. Jedes Mal, wenn du ins Tun kommst, stärkst du die Gewohnheit der Bewegung.
Also frage dich: Willst du es wirklich? Dann handle. Und wenn nicht – dann sei ehrlich zu dir selbst und akzeptiere deine Entscheidung. Aber hör auf zu warten. Denn das Leben passiert jetzt.



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